Angeln in Norwegen ist unter Petrijüngern schon fast eine Legende. Einmal in meinem Leben wollte auch ich wissen, was sich hinter dieser Legende verbirgt. So schmiedeten mein Bruder und ich den Plan, uns ein Ferienhaus in diesem skandinavischen Land zu mieten und uns selbst davon zu überzeugen, was es mit dieser Berühmtheit auf sich hat. Es galt nur noch, unsere Frauen für unserem Plan zu begeistern. Nach vielem Hin und Her willigten sie schließlich ein, mitzukommen, allerdings unter der Bedingung, dass eine Stadt in der Nähe sei. Schließlich buchten wir in einem Internet-Ferien-Portal ein Ferienhaus bei Drammen, ungefähr 35 km von Oslo entfernt.
Wir flogen mit Ryanair bis Oslo/Torp und nahmen von dort aus die Bahn bis Drammen. Am Bahnhof holte uns der Vermieter ab und brachte uns mit seinem Kleinbus zum Ferienhaus. Die Angelausrüstung allein beanspruchte allein schon fast den gesamten Stauraum des Fahrzeuges. Das Haus lag an einem Ausläufer des Oslo-Fjords und entsprach genau den Fotos und der Beschreibung die wir im Internet gesehen bzw. gelesen hatten. Auch das versprochene Boot lag vertäut am Steg.
Der Vermieter war auch Angler und instruierte uns über die besten Fanggründe und -zeiten.
Anderen Tags fuhren unsere Frauen nach Oslo zum Sightseeing und Shoppen und wir unternahmen den lang ersehnten ersten Angelausflug auf norwegischen Gewässern. Das Boot hatte einen Elektromotor und wir kamen zügig voran. Welch ein Glück, dass wir nicht rudern mussten. Die Landschaft um uns her war wunderschön und wir waren die Einzigen auf dem Wasser. So hatten wir uns das vorgestellt. Zuerst versuchten wir es mit kleineren Spinnern in einer Tiefe von etwa 3 m. Und tatsächlich gelang es uns, zwei mittlere Barsche zu fangen. Eigentlich wollten wir aber etwas Größeres. Wir erinnerten uns der Worte unseres Vermieters, der die frühen Morgenstunden und den späten Nachmittag als beste Fangzeiten genannt hatte. Wir wechselten die Technik und versuchten es mit dem Pilker. Tatsächlich ging uns dann auch ein recht strammer Dorsch an den Haken. Das war für den ersten Tag ganz o. k. und wir fuhren zurück. Unsere Frauen waren auch schon da und wussten viel zu berichten.
In den folgenden Tagen fuhren wir auch einmal mit nach Oslo und bestaunten das königliche Schloss. Unsere Angeltouren waren ebenfalls recht erfolgreich. Wir fingen 4 Hechte, 5 Dorsche und sogar 2 wunderschöne Lachse. Die Abende verbrachten wir harmonisch auf der Terasse unseres Hauses gemeinsam mit unseren besseren Hälften vor der beeindruckenden Kulisse der norwegischen Fjordlandschaft.