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Angeln in Norwegen

Freitag, 25. Februar 2011

Angeln in Norwegen ist unter Petrijüngern schon fast eine Legende. Einmal in meinem Leben wollte auch ich wissen, was sich hinter dieser Legende verbirgt. So schmiedeten mein Bruder und ich den Plan, uns ein Ferienhaus in diesem skandinavischen Land zu mieten und uns selbst davon zu überzeugen, was es mit dieser Berühmtheit auf sich hat. Es galt nur noch, unsere Frauen für unserem Plan zu begeistern. Nach vielem Hin und Her willigten sie schließlich ein, mitzukommen, allerdings unter der Bedingung, dass eine Stadt in der Nähe sei. Schließlich buchten wir in einem Internet-Ferien-Portal ein Ferienhaus bei Drammen, ungefähr 35 km von Oslo entfernt.

Wir flogen mit Ryanair bis Oslo/Torp und nahmen von dort aus die Bahn bis Drammen. Am Bahnhof holte uns der Vermieter ab und brachte uns mit seinem Kleinbus zum Ferienhaus. Die Angelausrüstung allein beanspruchte allein schon fast den gesamten Stauraum des Fahrzeuges. Das Haus lag an einem Ausläufer des Oslo-Fjords und entsprach genau den Fotos und der Beschreibung die wir im Internet gesehen bzw. gelesen hatten. Auch das versprochene Boot lag vertäut am Steg.
Der Vermieter war auch Angler und instruierte uns über die besten Fanggründe und -zeiten.

Anderen Tags fuhren unsere Frauen nach Oslo zum Sightseeing und Shoppen und wir unternahmen den lang ersehnten ersten Angelausflug auf norwegischen Gewässern. Das Boot hatte einen Elektromotor und wir kamen zügig voran. Welch ein Glück, dass wir nicht rudern mussten. Die Landschaft um uns her war wunderschön und wir waren die Einzigen auf dem Wasser. So hatten wir uns das vorgestellt. Zuerst versuchten wir es mit kleineren Spinnern in einer Tiefe von etwa 3 m. Und tatsächlich gelang es uns, zwei mittlere Barsche zu fangen. Eigentlich wollten wir aber etwas Größeres. Wir erinnerten uns der Worte unseres Vermieters, der die frühen Morgenstunden und den späten Nachmittag als beste Fangzeiten genannt hatte. Wir wechselten die Technik und versuchten es mit dem Pilker. Tatsächlich ging uns dann auch ein recht strammer Dorsch an den Haken. Das war für den ersten Tag ganz o. k. und wir fuhren zurück. Unsere Frauen waren auch schon da und wussten viel zu berichten.

In den folgenden Tagen fuhren wir auch einmal mit nach Oslo und bestaunten das königliche Schloss. Unsere Angeltouren waren ebenfalls recht erfolgreich. Wir fingen 4 Hechte, 5 Dorsche und sogar 2 wunderschöne Lachse. Die Abende verbrachten wir harmonisch auf der Terasse unseres Hauses gemeinsam mit unseren besseren Hälften vor der beeindruckenden Kulisse der norwegischen Fjordlandschaft.

Lange Anreise in den sonnigen Urlaub

Montag, 25. Oktober 2010

Die Schwester meiner Frau hatte einen Norweger geheiratet und jetzt stand unser erster Pflichtbesuch auf der skandinavischen Halbinsel an. Wir hatten uns die Osterferien ausgesucht, waren uns allerdings nicht sicher, mit der Wahl des Zeitpunktes die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wie sich herausstellte, war es anfangs noch recht kalt und neblig dort.

In Münster in Westfalen starteten wir und durchquerten mit dem Auto ganz Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis wir schließlich im Königreich Dänemark anlangten. Dieses galt es nun in seiner ganzen Nord-Süd-Ausdehnung auch noch zu durchfahren um in Hirtshals unsere Fähre zu bekommen. Das klappte alles wunderbar und wir setzten mit „Color Line“ nach Larvik in Norwegen über. Die Überfahrt dauerte nur 3,5 Stunden und auf der Fähre war es recht gemütlich. In Larvik angekommen, gingen, besser rollten, wir von Bord und wurden unglücklicherweise vom Zoll heraus gewunken. Es wird recht streng kontrolliert, ob und in welchen Mengen man Alkohol und Tabak mit sich führt.

Unsere Verwandten, die gekommen waren, um uns abzuholen, waren auch schon da und wir fuhren umgehend zu ihnen in ein kleines Städtchen am Oslo Fjord. Am nächsten Tag war der Nebel wie weggeblasen und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite.

Auf dem Plan stand ein Besuch der Hauptstadt Oslo. Mein neuer Schwager übernahm die Rolle des Chauffeurs und die etwa 100 km lange Fahrt führte uns direkt entlang des Oslo Fjords. Wir waren beeindruckt von der Schönheit der Landschaft in die sich sogar der Verlauf der Küstenstraße harmonisch einzufügen schien.

In Oslo selbst schauten wir uns die Nationalgelerie und das Königliche Schloss an, gingen essen und fuhren abends wieder nach Hause. Da uns auch die folgenden Tage schönes Wetter bescherten, zerstreuten sich die anfänglichen Befürchtungen, dass es wohl für einen Trip nach Norwegen noch zu früh im Jahr wäre, recht schnell. Denn jetzt erwachte die Natur. Obwohl an schattigen Orten unter Bäumen noch Reste von Schnee lagen, kamen an sonnigen Flecken die Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokus aus der Erde.

Leider waren die Osterfeiertage viel zu kurz, aber was wir von Norwegen gesehen haben, hat uns neugierig auf mehr gemacht. Unser neuer Schwager versprach uns, wenn wir im nächsten Jahr im Sommer kommen, würde er mit uns zum Nordkap fahren, damit wir die Mitternachtssonne erleben können.