Die älteste Besiedlung Norwegens wird auf 10.500 v. Chr. datiert. Der Siedlungsplatz liegt in Blomvåg, Hordaland. Die ersten Norweger waren Jäger und lebten in kleinen Gruppen an Orten, wo es die Natur zuließ. Als Zeugnisse ihrer Existenz stehen heute zahlreiche Funde in Form von Feuersteinwerkzeugen, Tongefäßen und nicht zuletzt Felszeichnungen (Helleristninger). Vor 5000-6000 fand der Übergang zur Agrarkultur statt. Während der europäischen Völkerwanderungszeit (450-500) erlebte auch Norwegen eine unruhige Zeit. Funde bezeugen, dass die Besiedlungen den Sättigungspunkt erreicht haben. Die Wälder an der Küstenstrecke nach Westen hin wurden fast vollständig abgeholzt. Aus diesem Zeitraum stammen wohl die ersten Festungen Norwegens. Man findet auch heute an manchen Stellen kilometerlange Schanzenreste. Die Regionen wurde in der Zeit der Wikinger (800-1050) durch König Harald Harfagre um das Jahr 900 vereinigt. 1380-1814 kam Norwegen unter dänische Vorherrschaft. Die Dänisch-Norwegische Personalunion war ein Staatsbund zwischen Norwegen und Dänemark. Norwegen stand unter dänischer kulturelle, politischer und wirtschaftlicher Dominanz. Laut dem norwegischen Schriftsteller Henrik Ibsen waren es „400-Jahre-Nacht“ für Norwegen. Dänemark hat 1814 Norwegen an Schweden abgegeben. Es folgten 91 Jahre Personalunion mit Schweden. Nach einer Volksabstimmung 1905 wurde die Zwangsunion aufgelöst.